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Die Sage vom Riesen Grimm

Die Sage vom Riesen Grimm

Der 28. Juli 1936 war in der Geschichte des Zirmerhofs ein denkwürdiger Tag. Es war die Übergabe der Bilderfolge des Bozner Künstlers Ignaz Stoz "Die Sage vom Reisen Grimm" im großen Saal des Zirmerhofs. Der Gedanke Josef Perwangers, als er diese Schöpfung anregte, war kein anderer als der, daß diejenigen seiner Gäste, die in dem der Ernährung gewidmeten Saal nicht den Anblick auf den Zauber der Landschaft genießen, weil sie ihm den Rücken kehren, ebenfalls etwas reizvolles gesehen haben sollen, das ihnen die Stimmung erhält. Die Sage wurde auf fünf Bildern dargestellt, die seither den großen Speisesaal am Zirmerhof in Radein schmücken.

Die Sage vom Riesen Grimm kommt aus der germanischen Vorzeit und heftet sich an diese Gegend. Sie schildert den Naturrythmus, der die rohe verheerende Kraft der  Elemente des Hochgebirges unter der Energie der ordnungsschaffenden Kulturkräfte erliegen lässt.

Der Riese Grimm, der auf Jochgrimm zwischen Weiß- und Schwarzhorn hauste, raubte eines Tages die schöne Tochter eines Edelmannes aus dem Eggental.
Er brachte sie auf seine Burg in den Bergen und nahm sie zur Gemahlin. Um sie zu befreien bat der Vater des Mädchens den berühmten Recken Dietrich von Bern um Hilfe. Diesem gelang es in einem Zweikampf in der Salurner Klause den Riesen zu bezwingen. Wutentbrannt zog sich daraufhin der Hüne auf seinen Berg zurück. Die nachrückenden Ritter bewarf er mit riesigen Felsbrocken, die er aus dem Fundament des Weißhorns riss. Die Spitze des Berges stürzte ein und begrub nicht nur die Ritter sondern auch den Riesen samt seiner Gemahlin unter den Trümmern. Das Blut der Getöteten färbte die Wand unter dem Gipfel rot; sie hebt sich heute noch deutlich von dem umliegenden weißen Dolomitgestein ab.

Sepp Perwanger
Der Zirmerhof
Der Zirmerhof

Der uralte Bauernsitz am idyllischen Radeiner Hochplateau bewahrt als historisches Hotel sein ganzes, unvergleichlich authentisches Flair, das einst schon Reisende, Nobelpreisträger und Künstler schätzten.

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